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Eigentlich schade, dass es eine zweite Halbzeit gibt

Diesen Samstag ging es für unsere Jungs zuhaue gegen die Rugby-Löwen von der TGS Hausen. Die Hessen, derzeit dritte der Tabelle, kamen als Favoriten nach Überruhr, aber beim GRC war man sich mit zuletzt zwei starken Spielen auch der eigenen Fähigkeiten bewusst.
Das Spiel begann sofort mit einem druckvollen Angriff der Gäste. Schnell konnten sie sich bis zur Essener Mallinie vorarbeiten und über ihre schweren Stürmer zum ersten Versuch kommen. Auch nach dem erneuten Ankick ging es zunächst wieder Richtung Essener Malfeld. Die Gäste wechselten kurze Angriffe ihrer Stürmer mit schnellen Läufen ihrer Hintermannschaft ab. Vor allem im Gedränge zeigte sich das Übergewicht der Hausener. Fast konnten diese nach gut 15 Minuten erneut zum Versuch einlaufen, doch der Ball wurde von unserer Verteidigung hochgehalten und konnte nicht abgelegt werden. Dieser Moment schien ein Wendepunkt zu sein. Nach kleineren Umstellungen im Gedränge konnte man diese zumindest stabilisieren und so gute Bälle für die Hintermannschaft produzieren. Diese spielte wie entfesselt auf. Harte Läufe, kleine Überkicks und schnelle Unterstützung sorgten für zwei Essener Versuche. Es wären sogar zwei weitere drin gewesen, aber man scheiterte jeweils kurz vor dem Malfeld der Gäste. Diese, sich ihrer Favoritenrolle eigentlich gewiss, waren durchaus beeindruckt. Ein Sieg in Essen war fest eingeplant und dementsprechend schockiert war man über die 10:5 Halbzeitführung für den GRC. Auf Essener Seite war man ebenfalls angenehm überrascht, wollte jedoch weiterhin dem Gameplan folgen: Angriff ist die beste Verteidigung.
Leider pfiff der Schiedsrichter jedoch auch die zweite Halbzeit an.
Man hatte den Löwen gereizt und dieser war sauer. Konnte die GRC Verteidigung in den ersten 40 Minuten noch immer im letzten Moment zupacken und durch eigene Angriffe den Ball in die Hälfte der Gegner bringen, so wurden jetzt die Kräfteverhältnisse deutlich. Entscheidend war wieder das Gedränge. Mit Stürmern, die gefühlt doppelt so erfahren und drei mal so schwer waren wie die unseren, gewannen die Gäste fast jedes Gedränge. Ohne die daraus resultierenden eigenen Angriffsmöglichkeiten fand man sich auf Essener Seite fast nur noch in der Defensive. Damit war es nur eine Frage der Zeit bis die Gäste zu Punkten kamen. Am Ende waren es noch 35 für Hausen womit diese einen 10 zu 40 Auswärtssieg feiern konnten, womit das Endergebnis wohl überwiegend die zweite Halbzeit beschreiben dürfte.
Auf Essener Seite blieb jedoch das gute Gefühl einen der Großen zumindest 40 Minuten nicht nur ärgern, sondern phasenweise auch dominieren zu können.
Am nächsten Samstag kommt mit dem RSV Köln wieder einer der Großen nach Essen. In der aktuellen Verfassung dürften unsere Jungs den Gästen vom Rhein jedoch einen guten Kampf bieten können. Ob es wieder für ein paar Tabellenpunkte oder gar einen Heimsieg reicht, wir werden es sehen, am nächsten Samstag um 15:00 Uhr auf der BSA Überruhr.