Über den GRC

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Rugby gilt vielen als der beste Mannschaftssport der Welt. Es ist ein begeisternder Sport für alle jene, die ein von Härte und Fairness geprägtes Spiel mögen. Ob dick oder dünn, ob stark oder schnell, jeder ist auf einer bestimmten Position zu gebrauchen. So unterschiedlich die Spielertypen sind, so wichtig ist das Zusammenspiel. Nur wenn jeder für seine Mitspieler arbeitet kann, kann man hinterher als Sieger vom Platz gehen. Obwohl Rugby zum Teil einer wüsten Rauferei ähnlich sieht, ist Fairness das höchste Gut. Anders als auf manch anderem Platz gilt das Wort des Schiedsrichters unumstritten. Auch bei harten Entscheidungen stürmt keine wütende Meute auf den Referee. Einzig der Kapitän darf höflich fragen warum der Pfiff erging.

Diesem Geist ist auch der GRC verpflichtet. Er wurde 2007 als Rugby AG am Grashof Gymnasium Essen von einem Rugby-begeisterten Lehrer gegründet. Aus der AG entwickelte sich schnell eine junge Mannschaft, welche nicht mehr nur auf Grashofschüler begrenzt blieb. Nach zwei Jahren in der Verbandsliga kam der Aufstieg in die Regionalliga und zeitweilig gelang sogar der Sprung in die 3. Bundesliga Süd-West. Begleitet wurde der GRC zunächst von einem südafrikanischen Trainer, der als ehemaliger Army-Spieler alle Tricks und Kniffe des Spiels beherrschte. Später kamen ein tunesischer Nationalspieler und ein australischer Auswanderer hinzu. Mit ihrer Unterstützung gelingt es Jahr für Jahr ein schlagkräftiges Team aufzustellen. Dabei ist die Mannschaft so bunt wie die Gesellschaft der Stadt Essen. Es spielen Schüler, Studenten, Berufstätige und Flüchtlinge aus 12 Nationen zusammen.

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Der Verein hat in Eigenregie drei Trainer aufgebaut, welche alle Trainerlizenzen des Rugbyverbandes besitzen. Damit bietet der GRC in Zusammenarbeit mit der Uni Essen/Duisburg ein Uni-Rugbyprogramm an, welches jedes Semester regen Zulauf findet. Außerdem wird auch der Jugend der Sport mit dem ovalen Ball näher gebracht. In den Altersklasse U8 bis U14 sind etwa 15 – 20 Kinder aktiv. Der besondere Stolz sind die GRC Damen mit 3 U18 Spielerinnen im NRW Kader und der Jugendnationalmannschaft. Aber auch bei ihren männlichen Kollegen gibt es immer wieder Anrufe vom NRW Landestrainer. Aktuell ist der GRC an der Tabellenspitze in der Regionalliga Rheinland und strebt den Meistertitel der beiden Regionalligen Rheinland und Westfalen an. Diese Position als Top Team der Regionalliga soll, wie in den vergangenen Jahren, gehalten werden und mittelfristig der Schritt in die 2. Bundesliga geschafft werden.

Was ist Rugby?

Spielidee: Die Idee des Rugbyspiel ist es, dass der Spieler und nicht der Ball allein den Raum überwindet.

Angriffsspiel
Jede Mannschaft versucht, den ovalen Ball ins gegnerische Malfeld zu tragen und dort abzulegen. Dabei darf der Ball niemals vorwärts geworfen werden. Raumgewinn kann daher nur durch das Laufen mit dem Ball und das Kicken des Balls erzielt werden. Rückpässe erfolgen meist schräg, um eine freie Laufposition zu erreichen.

Verteidigung
Der Verteidiger versucht, durch Tiefhalten (eng. tackling) oder Wegschieben des balltragenden Spielers den Angriff aufzuhalten und den Ball zu erobern. Aktionen über Schulterhöhe sind nicht erlaubt, ebenso ist es verboten den Gegner mit anderen Mitteln als dem Tiefhalten oder dem Drücken aufzuhalten. Wurde der balltragende Spieler zu Bodengebracht, muss er den Ball freigeben. Jeder Spieler der auf seinen Füßen steht kann nun den Ball nehmen und angreifen. Versuchen dabei je ein oder mehr Spieler jeder Mannschaft den Ball zu nehmen ist ein offenes Gedräne (engl. ruck) gebildet. Im offenen Gedränge darf den Ball nehmen, wer es schafft die Gegnerischen Spieler vom Ball wegzuschieben und den Ball an seiner Seite des Gedränges zu sichern.

Standart Situationen
Angeordnetes Gedränge (engl. scrum): Nach leichteren Regelverstößen wird der benachteiligten Mannschaft ein Gedränge zugesprochen. Dabei binden die Stürmer beider Mannschaften aneinander und versuchen durch schieben und hakeln mit den Füßen den mittig eingeworfenen Ball zu gewinnen.

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Straftritt (engl. penalty): Nach einem schwereren Vergehen wird der benachteiligten Mannschaft ein Straftritt zugesprochen. Dabei erhält zunächst der Gegner eine 10 Meter Raumstrafe und er verliert den Ballbesitz. Weiterhin kann die benachteiligte Mannschaft den Ball nach vorn aus dem Spielfeld schießen und bekommt den anschließenden Einwurf zugesprochen. Auch Kann sie versuchen den Ball durch die Malstangen zu schießen oder mit dem gewonnenen Ballbesitz schnell anzugreifen.

Gasseneinwurf (engl. line out): Nachdem der Ball das Spielfeld verlassen hat ordnet der Schiedsrichter einen Gasseneinwurf an. Beim Einwurf stellen sich die Stürmer beider Mannschaften parallel zueinander auf und bilden so eine Gasse, in welche der Ball grade eingeworfen wird. Nun versuchen die Stürmer den Ball zu fangen indem sie nach ihm Springen oder einen Spieler hochheben.

Punkte erzielen
Der Versuch (engl. try): Ein Versuch und so 5 Punkte erzielt ein Spieler in dem er den Spielball ins Gegnerische Malfeld, die Endzone des Spielfelds bringt und dort kontrolliert ablegt.

Erhöhungstritt (engl. conversion): Nachdem ein Versuch gelegt wurde, kann die Mannschaft, welche den Versuch gelegt hat, versuchen den Ball durch die Malstanden zu schießen und so weitere 2 Punkte zu erzielen. Die Erhöhung wird dabei von einem Punkt aus getreten, der auf einer Höhe mit dem Punkt liegt an dem zuvor der Versuch gelegt wurde.

Straftritt auf die Malstangen (engl. penalty): Wird einer Mannschaft ein Straftritt zugesprochen, so kann sie vom Punkt des Regelverstoßes aus versuchen den Ball durch die Malstangen zu schießen und so 3 Punkte zu erzielen.

Sprungtritt (engl. drop goal): Aus dem laufenden Spiel heraus kann jeder Spieler versuchen den Ball durch die Malstangen zu schießen und so 3 Punkte zu erzielen. Der Ball muss dabei jedoch vor dem Schuss auf den Bodden einmal auftippen.